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Glück und "Growth Mindset“ - 

Dein Weg zu Wachstum und Weiterentwicklung 

 Bist du groß genug oder wächst du noch? 
 
Diese Frage bezieht sich jetzt nicht auf deine Körpergröße, sondern auf dein Mindset, dein Bild von dir selbst, deine Geisteshaltung. 
 
Glaubst du eher, dass Fähigkeiten und Talente angeboren sind oder bist du der Meinung, dass du alles lernen kannst, wenn du dich nur tiefer gehend mit dem entsprechenden Thema beschäftigst? 
 
Wer denkt, dass die eigenen Fähigkeiten limitiert sind, Herausforderungen gerne meidet und schnell aufgibt, wer Fehler oder den Erfolg anderer bedrohlich findet, handelt und denkt aus einem eher starren Selbstbild heraus. Dahinter steckt ein Fixed Mindset. Menschen mit einem Fixed Mindset glauben, dass Intelligenz und Talente angeboren sind. 
 
Wer gerne mal ausprobiert, sich Herausforderungen stellt, nicht aufgibt, wer Anstrengungen auf sich nimmt, der handelt und denkt aus einem Growth Mindset heraus. Diese Personen glauben daran, dass Intelligenz und Fähigkeiten veränderbar sind. Und dass sie durch Anstrengung, durch Übung und auch durch  Fehler ins Wachstum kommen. 
 
Nun gibt es nicht den einen Menschen mit einem Fixed oder einem Growth Mindset gibt, sondern die meisten von uns haben ein Mixed Mindset. Denn unsere Einstellung zu uns und den Dingen, denen wir begegnen kann sich ständig ändern. Es ist auch möglich, dass du in einigen Lebensbereichen bei dir ein Fixed Mindset fest stellst und in anderen eher ein Growth Mindset vorherrscht. 
 
Damit du dich überhaupt weiter entwickeln kannst und ins Wachsen kommst ist es deine Aufgabe heraus zu finden, was bei dir persönlich ein Fixed und welche Umstände ein Growth Mindset auslösen. An diesen mentalen Stellschrauben kannst du dann drehen und solche Situationen bewusster erleben. Und langfristig deine Denkmuster verändern. Und auch dieser Prozess ist wahrscheinlich nie zu Ende - mach dich also auf eine längere Reise gefasst. 
 


Klavier

 

Hier gebe ich dir Strategien an die Hand, wie du bewusst zu einem Growth Mindset finden kannst:
 
1. Beobachte zunächst nur: Sei achtsam gegenüber deiner eigenen Gedanken, Worten und Taten. Wie denkst du über dich. Wie beeinflussen deine Gedanken deine Worte und Taten?
 
2. Führe dir immer wieder vor Augen, dass dein Gehirn wie ein Muskel ist. Wenn du lernst, wächst dein Gehirn. Das Gefühl, dass etwas richtig anstrengend ist ein Hinweis darauf, dass dein Gehirn gerade arbeitet und sich weiter entwickelt.
 
3. Frage dich selbst: Worüber musste ich heute besonders stark nach denken? Welche neuen Strategien habe ich heute versucht? Welchen Fehler habe ich heute gemacht, aus dem ich lernen könnte? Was habe ich heute versucht, was richtig schwer für mich war?
 
4. Lobe dich selbst für kleine Erfolge oder einen Fortschritt, den du gemacht hast. Für harte Arbeit, die du geleistet hast. Für deine Beharrlichkeit. Oder wenn du aus einem Fehler gelernt hast. Gratuliere dir, wenn du eine Herausforderung angenommen hast.
 
Und dann gibt es da noch dieses Zauberwort, das eine enorme Veränderungskraft hat. Ich verrate es dir. Es lautet: „noch“.
 
Kommst du also mal wieder an ein angeblich für dich unüberwindbares Hindernis, dann sage dir: Ich kann es NOCH nicht. Wenn ich lerne und übe, dann werde ich es bald können!
 
Also, wo sind jetzt deine Grenzen?
 
Ein Artikel von Gabriele Wohlgemuth / Mai 2021 / Klangschatz