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Glück und Selbstliebe

 

Selbstliebe - ein Wort, das die sozialen Netzwerke in den letzten Jahren regelrecht überflutet. 
Der #selbstliebe versorgt uns täglich mit den neuesten Trends und Tipps zur Frage:  

„Was kann ich mir heute Gutes tun?“.

Er füttert uns mit inspirierenden Sprüchen und zeigt uns glückliche Menschen, 
die scheinbar voll und ganz mit sich im „Reinen“ sind.

„Selbstliebe - der Schlüssel zum Glück“. Klingt plausibel, oder? 
Aber: Wie oft suchen wir hektisch in unseren Taschen und können unsere Schlüssel nicht finden? Wie oft gleiten sie uns zwischen all den anderen Dingen durch die Finger?


Die Kunst des Liebens

Der Sozialpsychologe und Psychoanalytiker Erich Fromm schrieb in seinem gesellschaftskritischen Werk „die Kunst des Liebens“: Selbstsucht sei „eine Art Gier“ und wurzle in „einem Mangel an Liebe zu sich selbst.“  „Der Selbstsüchtige“, so Fromm, „liebe sich selbst gar nicht“. „Er empfände ein Gefühl der inneren Leere, was er selbst zu vertuschen versuche.“

Echte Selbstliebe jedoch sei wie eine „innere Sicherheit, die es nur aufgrund echter Liebe und Bejahung gibt“.

Der Grad zwischen Selbstsucht und Selbstliebe kann häufig sehr schmal sein. Selbstliebe ist bedingungslos und nicht an Erwartungen geknüpft. Sie ist von Mitgefühl geprägt und intrinsisch gesteuert; also nicht abhängig von äußeren Umständen.

Deko Haus Fenster

"Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus aber heue weiß ich, das ist SELBSTLIEBE." (Charlie Chaplin) 

Wenn du anfängst dich selbst zu lieben, wirst du merken, wie sich dein ganzes Umfeld positiv verändern wird. Wenn du anfängst dich selbst zu lieben, wirst du merken, wie viel fröhlicher und bunter das Leben sein kann.

6 unterstützende Tipps, wie du Selbstliebe trainieren kannst: 


1. Nimm dir täglich mindestens 20 Minuten Zeit für dich. In den 20 Minuten tust du etwas, was dir richtig guttut und dich glücklich macht. 

2. Vergib dir selbst. Für alles. Hör auf, dich weiter für Dinge zu verurteilen, die bereits vergangen sind. Vielleicht kann es dir dabei helfen, wenn du dir selbst einen Brief schreibst: 
„Wofür vergebe ich mir?“ 

3. Notiere dir jeden Abend deine erreichten Erfolge. (Auch die Kleinen) 

4. Mache dir mindestens ein Kompliment am Tag und schreibe es auf. 

Lese regelmäßig in deiner Komplimente-Sammlung. 

5. Suche dir etwas, wofür du dich begeisterst. Du wolltest schon immer mal ein Instrument erlernen? Einen Nähkurs belegen? Eine neue Sprache erlernen? Worauf wartest du? Fang damit an. Suche dir etwas, wofür dein Herz schlägt und hab Freude daran. 

6. Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen. Mal ganz im Ernst: Auch „Beautyfluencer“ haben „Fältchen“ und „Problemzonen“, auch „Healthyfoodblogger“ essen nicht täglich frische Superfood Bowls, verziert mit Blumen und bunten Cocktailschirmchen zum Frühstück, auch „Happyfluencer“ haben mal schlechte Tage und verbringen diese auf der Couch. 

Du bist so wie du bist und das ist auch gut so. 

 

Ein Artikel von Julia Pfannenstein/ März 2021/ Instagram: @_colorfulemotions_ / alohacolorfulemotions@gmail.com