Well done

Wertschätzung in der Arbeitswelt

 

Kommen dir eine oder mehrere der folgenden Aussagen bekannt vor?

"Wieso ist morgen schon wieder Montag? Ich möchte morgen nicht zur Arbeit." 
"Ich freue mich schon wieder auf meinen Urlaub bzw. auf das nächste Wochenende.“
„Obwohl ich mich anstrenge, werde ich in der Arbeit ständig nur kritisiert.“
„Die einzige Anerkennung die ich in meinem Job bekomme ist das Gehalt.“
„Grundsätzlich liebe ich meinen Job, aber ich fühle mich von meinen Kolleg*innen oder meiner 

Führungskraft nicht wertgeschätzt.“

Wenn du dich in den oben genannten Aussagen wiederfindest oder dir ähnliche Sachverhalte bekannt vorkommen, bist du nicht alleine. Laut der Gallup Studie 2019 haben fast 6 Millionen Arbeitnehmer*innen in Deutschland bereits innerlich gekündigt oder leisten Dienst nach Vorschrift. Das sind rund 16 % der Angestellten in Deutschland (vgl. Tödtmann, 2019)

Auch ich lebte früher oft von Wochenende zu Wochenende bzw. von Urlaub zu Urlaub. Sowohl aus persönlicher Erfahrungen, als auch durch diverse Gespräche mit Anderen, konnte ich häufig feststellen, dass die eigene täglich verrichtete Arbeit viel zu wenig gewürdigt bzw. einfach als selbstverständlich angesehen wird. 

Daraufhin könnte entgegnet werden: „Sie bekommen doch Geld für Ihre Arbeit. Das ist doch Ihre Wertschätzung.“ Dem kann ich jedoch nur bedingt zustimmen. 
Wir verbringen mindestens 1/3 unseres Lebens mit Arbeiten bzw. bei der Arbeit. Einer der zentralen Aspekte für tiefes inneres Glück ist eine sinnerfüllte Arbeit, welche Spaß macht. Der finanzielle Anreiz einer hohen Entlohnung ist deshalb eher Nebensache. 


Aber: Die Wertschätzung der eigenen Arbeit bzw. des Jobs hängt nicht nur von deinem Arbeitgeber ab, sondern auch von dir selbst. Du musst also selbst damit beginnen deinen Job wertzuschätzen, wenn du möchtest dass deine Arbeit wertgeschätzt wird.




Zettel und Stift

 
Hier 2 Tipps dazu:


1. Lasse deine Kolleg*innen wissen, dass du ihre Arbeit wertschätzt. Wenn dir  beispielsweise deine Kollegin bei einer Aufgabe geholfen hat, dann bedanke dich bei ihr und wertschätze den Teil, den sie dazu beigetragen hat. 


2. Lerne deine Tätigkeiten im Job selbst wertzuschätzen. Dies kannst du z.B. folgendermaßen: Nimm dir ein paar Minuten Zeit und besorge dir einen Zettel und einen Stift. Überlege anschließend,  was die genauen Tätigkeiten deiner Arbeit sind und was du mit deiner Arbeit bewirkst. Notiere dir diese Erkenntnisse.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:
Als Erzieherin arbeitest du mit Kindern. Dabei bewirkst du, dass diese Kinder sich zu selbstbewussten Menschen entwickeln können. Du kannst auf diesem Blatt jederzeit Ergänzungen vornehmen.  Platziere das Blatt am besten an einem Ort, den du regelmäßig im Blick hast. Auf diese Weise kannst du deine aufgeschriebenen Inhalte besser verinnerlichen. 


 Ein Artikel von Tanja Vogel | Februar 2021 | @selbst.bewusst.gluecklich